Vaginalstraffung

Vaginalstraffung

Die Scheide der Frau kann durch Geburten oder durch hormonelle Veränderungen erschlaffen. Auch eine Gewebeschwäche kann in Frage kommen. Meist klagen die betroffenen Frauen über eine eingeschränkte Empfindlichkeit und über mangelndes Empfinden beim Geschlechtsverkehr. Für viele Frauen bedeutet das eine große psychische Belastung, die für das eigene sexuelle Selbstverständnis durchaus zum Problem werden kann. Hier setzt die Vaginalstraffung an. Zudem die Mediziner ohnehin davon ausgehen, dass bei der Frau ein Eingriff Erfolg bringender sein kann, als bei einem Mann, denn bei diesem sind die Möglichkeiten begrenzter. Durch die Vaginalstraffung wird die Scheide wieder verjüngt, sie wird praktisch auf das Niveau gebracht, das sie vor der Veränderung hatte, welcher Natur diese Veränderung auch immer war. Die Operation kann zudem mit weiteren Maßnahmen kombiniert werden, etwa die Entfernung von Kaiserschnittnarben, von schlaffem Unterbauchgewebe oder von Fetteinlagerungen, die sich am Venushügel angesammelt haben. Eine Korrektur der Schamlippen ist ebenfalls mit zu kombinieren.

Vaginalstraffung: Kosten

Die Kosten für die Operation muss die Patientin selbst tragen, denn es handelt sich nicht um einen medizinisch notwendigen Eingriff. Daher müssen sämtliche Kosten, wie die Gebühren für das Vorgespräch und die Voruntersuchungen, für die Behandlung selbst, für die medizinische Nachsorge sowie für eventuell entstehende zusätzliche Behandlungen, selbst übernommen werden. Die Krankenversichrung zahlt dafür keinen Cent dazu. Insgesamt belaufen sich die Kosten in einer Höhe von 2500 Euro aufwärts, meist bleiben sie aber noch unter 9000 Euro. Abhängig ist der Preis natürlich vom Umfang des Eingriffs und von der eventuellen Kombination mit anderen Maßnahmen.

Vaginalstraffung: Methoden

Soll die Scheide gestrafft werden, kommen verschiedene Methoden in Betracht. Die für die betreffende Frau am besten geeignete wird der Arzt nach der eingehenden Voruntersuchung und unter Betrachtung aller einflussgebenden Faktoren festlegen. Das Gewebe, das die Scheide umschließt, kann mit körpereigenem Fettgewebe unterfüttert werden. Möglich ist auch die Straffung des Gewebes. Außerdem gibt es die Variante der Vaginalstraffung, bei der die umliegende Muskulatur mehr Spannkraft erhält.

– Straffung mit Hilfe von Eigenfett
Das Fett, das für die Straffung der Scheide nötig ist, wird an anderer Körperstelle entnommen, meist am Bauch oder Gesäß, möglich ist die Entnahme aber auch an den Oberschenkeln. Das Fett muss speziell aufgearbeitet werden, ehe es gespritzt werden kann. Nun wird es in das Gewebe des Scheidenkanals injiziert. Rund 30 bis 50 Prozent des Fettgewebes werden wieder vom Körper abgebaut. Meist wenden die Chirurgen daher im Vorab eine gezielte Überkorrektur an, so bleiben am Ende rund 70 Prozent des eingespritzten Fettes erhalten.
– Straffung durch Gewebestraffung
Diese Methode der Vaginalstraffung erfolgt durch Entnahme eines kleinen Gewebestreifens. Das verengt die Vagina. Die Schnitte, die dabei gesetzt werden müssen, werden mit selbstauflösenden Fäden geschlossen, so dass das schmerzhafte Ziehen der Fäden unnötig wird. Diese Methode muss unbedingt von einem Chirurgen durchgeführt werden, der viel Erfahrung auf diesem Gebiet hat, damit es nicht zu schweren Komplikationen durch unsachgemäße Schnittsetzung kommen kann.

Vor der Behandlung

Vor dem Eingriff sollte die Patientin für rund vierzehn Tage auf die Einnahme von Medikamenten und Genussmitteln verzichten. Diese würden die Heilung verzögern. Vor allem Medikamente, die blutverdünnend wirken, sollten nicht eingenommen werden. Müssen lebenswichtige Medikamente genommen werden, so sollte darüber mit dem Arzt gesprochen werden.
Vor der Operation wird der Intimbereich rasiert, was teilweise auch im OP durch das Operationsteam vorgenommen werden kann.

Die Behandlung

Bei der Straffung der Vagina durch das Einspritzen von Eigenfett erfolgt eine ambulante Behandlung. Die Patientin wird in einen Dämmerschlaf versetzt, zusätzlich wird eine lokale Betäubung vorgenommen. Bei der Gewebestraffung ist ein Aufenthalt in der Klinik für mindestens eine Nacht vorgesehen. Die Operation selbst erfolgt unter Vollnarkose.

Nach der Behandlung

Nach dem Eingriff sollte sich die Patientin unbedingt schonen und keine schweren Arbeiten erledigen. Auch Gänge ins Schwimmbad, in die Sauna oder zum Sport sind in den nächsten vier bis sechs Wochen nicht erlaubt. Duschen ist schon am Tag nach dem Eingriff wieder möglich. Je nach Art der Behandlung kann es sein, dass der Arzt Sitzbäder verordnet, die nach drei bis vier Tagen nach dem Eingriff vorgenommen werden können. Sie unterstützen die Heilung. Leichte Spaziergänge sind ebenfalls gut für die Heilung.
Auf die Einnahme von Medikamenten sollte verzichtet werden, auch Alkohol und Nikotin sollten gemieden werden.

Vaginalstraffung: Mögliche Komplikationen

Schwellungen und leichte Blutergüsse sind normal und verschwinden innerhalb weniger Tagen. Auch leichte Spannungsgefühle oder Schmerzen können auftreten. Bei unklaren Beschwerden muss sofort der Arzt aufgesucht werden. Selten sind Komplikationen wie Infektionen, Störungen der Wundheilung oder Nachblutungen. Teilweise kann es zu Störungen in der Empfindlichkeit der Scheide kommen, was aber ebenfalls rasch wieder verschwindet. Wurden Nerven bei dem Eingriff verletzt, dauert die Rückkehr der Sensibilität so lange an, wie die Nerven Zeit zur Regeneration brauchen.

Informationen zur Vaginalstraffung finden Sie auch auf der Seite http://www.clinic-im-centrum.de/de/leistungen-frauen/vaginalverjuengungvaginalstraffung/index.html. Hier wird auf die Möglichkeit der Straffung mit Hilfe des Lasers eingegangen.