Ohrenkorrektur

Ohrenkorrektur

Viele Menschen leiden unter ihren Ohren, weil sie entweder stark abstehen oder sogar nicht ganz gleich geformt sind. Schon in der Kindheit beginnt der Leidensweg der Betroffenen, wenn sie wegen ihrer „Segelohren“ gehänselt werden. Vor allem Frauen ärgern sich später, wenn sie ihre Haare frisieren wollen, häufig über die abstehenden Ohren. Das Selbstbewusstsein leidet darunter und schon wird der Ruf nach der Ohrenkorrektur laut. Diese Korrektur gehört zu den Maßnahmen, bei denen am meisten Erfahrungen vorliegen, denn in der Plastischen Chirurgie gehört das Anlegen der Ohren inzwischen zum Alltagsprogramm. In jedem Alter kann die Korrektur durchgeführt werden, wobei bei sehr kleinen Kindern der Eingriff noch nicht vorgenommen wird. Die Ohrenkorrektur für die Frau unterscheidet sich dabei auch nicht von der Ohrenkorrektur für den Mann, wobei aber die Anzahl der Frauen, die einen solchen Eingriff vornehmen lassen, höher ist, als die der Männer.
Mit der Ohrenkorrektur sollen nun die Ohren angelegt werden, das Abstehen oder eine mögliche Asymmetrie sollen auf Dauer beseitigt werden. Meist wird dafür der Knorpel, der an der Ohrmuschel überschüssig ist, einfach entfernt. Nun kann die Ohrmuschel in die gewünschte Position gebracht werden. Auch, wenn die Ohren zu groß geraten sind, kann ein Eingriff helfen. Eine Ohrverkleinerung hilft, dass das Ohr wieder auf seine ursprüngliche Größe reduziert wird.

Ohrenkorrektur: Kosten

Da verschiedene Methoden für eine Ohrenkorrektur in Frage kommen, lässt sich der Preis von Vornherein nicht endgültig sagen. Bei der Voruntersuchung wird ein Kosten- und Heilplan aufgestellt, anhand dieser Unterlagen ist der genaue Preis für den Eingriff zu bestimmen.
Die Ohrenkorrektur ist eine rein ästhetische Maßnahme, daher müssen die Kosten selbst getragen werden. Die Krankenkasse kommt auch nicht für Zusatzkosten oder den Aufenthalt in der Klinik auf. Allerdings übernehmen die Krankenkassen einen Teil der Kosten für Kinder unter zwölf Jahren. Je nach Schweregrad der Korrektur kann es sogar sein, dass sie die gesamten Kosten übernehmen. Ist die Ohrenkorrektur bei Erwachsenen nötig, weil diese etwa eine Verletzung oder einen Unfall erlitten haben, so kann die Krankenkasse auf Antrag ebenfalls einen Zuschuss zu den Kosten gewähren. Die Kosten setzen sich aus verschiedenen Punkten zusammen. So ist zuerst einmal das Beratungsgespräch zu zahlen, hier kommt zudem die Voruntersuchung hinzu. Dann muss die eigentliche Behandlung mit der Miete des OP-Saales, des OP-Teams, des Anästhesisten und des Plastischen Chirurgen gezahlt werden. Nach dem Eingriff muss ein spezieller Kopfverband getragen werden, auch ein Schlafstirnband ist für den Erfolg der Behandlung wichtig. Die gesamte Nachsorge fließt in die Kosten für die Behandlung mit ein.

Ohrenkorrektur: Methoden

In der Schönheitschirurgie gibt es verschiedene Methoden für die Ohrenkorrektur. Wer schon einmal in einem Forum zur Ohrenkorrektur nachgelesen hat, weiß, welche Möglichkeiten in Frage kommen. Hier werden sie noch einmal kurz vorgestellt.
Eines vorweg: Die hauptsächliche Ursache für die abstehenden Ohren ist eine schwache oder fehlende Ausbildung der so genannten Hauptfältelung des menschlichen Ohres. Der Ohrknorpel muss also eine neue Form bekommen. Dafür legt der Arzt den Knorpel erst einmal frei, was an der hinteren Seite des Ohres geschieht. Der Knorpel wird ausgedünnt und dann in die neue Form gebracht. Sie muss nun nur noch fixiert werden. Teilweise kann es sein, dass mehrere Eingriffe nötig sind, damit das gewünschte Ergebnis erreicht wird.
Eine bekannte Methode ist die Fadenmethode. Dafür werden, wie der Name schon sagt, dünne Fäden verwendet. Diese sind dafür gedacht, das Ohr in die Position zu bringen und dort zu halten, in der es liegen soll. Die Behandlungsdauer ist bei Anwendung dieser Methode kürzer. Die Spannung im Knorpel wird damit allerdings nicht verringert, die Möglichkeit, dass eine Nachbehandlung stattfinden muss, ist daher deutlich größer, als wenn das Ohr neu modelliert wird.
Bei zu großen Ohren wird eine Ohrenverkleinerung in Erwägung gezogen. Hierbei kann das Ohr bis zu einem Drittel seiner eigentlichen Größe verkleinert werden. Dabei wird nicht nur die Ohrmuschel verkleinert, sondern auch das Ohrläppchen angepasst. Die Öffnung der Ohrmuschel beginnt an der Oberkante, damit die Narbe so klein wie möglich bleibt. Nun wird ein wenig Haut von der Vorderseite abgelöst, rund ein Drittel nämlich. Jetzt wird ein stern- oder keilförmiger Schnitt in den Knorpel der Ohrmuschel gesetzt, damit wird die Verkleinerung vorgenommen. Nun müssen die Knorpelränder noch zusammengelegt und vernäht werden.
Wenn die Oberkante des Ohres durchtrennt werden muss, wie das bei der Ohrverkleinerung der Fall ist, so wird der Schnittansatz so gewählt, dass die Narbe später am Ansatz des Ohres zu liegen kommt. An der Rückseite des Ohres wird ebenfalls ein Hautkeil entnommen, so kommt es zu einer zweiten Narbe, die aber ebenfalls kaum sichtbar ist.

Vorbereitung auf den Eingriff

Rund zwei Wochen vor dem Eingriff sollte auf die Einnahme von Schmerz- und Fiebermitteln verzichtet werden. Auch blutverdünnende Mittel sollte nicht eingenommen werden. Ärzte warnen ebenfalls davor, Mittel mit Vitamin E oder Gingko Biloba einzunehmen. Wenn verschiedene Präparate eingenommen werden sollen, sollte dies unbedingt in Absprache mit dem Arzt stattfinden.
Frauen wird geraten, den Eingriff nicht auf die Zeit der Menstruation zu legen.

Ohrenkorrektur: Behandlung

In den meisten Fällen wird eine Ohrenkorrektur ambulant durchgeführt. Der Patient wird dafür in einen Dämmerschlaf versetzt, ein Anästhesist ist für die Dauer des Eingriffs zugegen. Eine lokale Betäubung wird gegeben, dann kann die Behandlung starten. Der Arzt entfernt nun das überschüssige Knorpelmaterial von der hinteren Seite des Ohres, bringt dasselbe in die gewünschte Form und wölbt es. Die Ohren müssen nun noch fixiert werden, damit die Behandlung auch wirklich einen Erfolg verspricht. Nun müssen noch die Wundstellen vernäht werden.

Nach der Behandlung

Das Ohr ist ein sehr empfindliches Organ und jeder, der sich schon einmal ein Ohr an einem Gegenstand geschlagen hat, weiß, wie weh das tun kann. Daher werden die Ohren nach dem Eingriff durch einen speziellen Kopfverband geschützt. Auch eine Bandage zum Abnehmen kann in Frage kommen. Rund drei bis vier Tage lang soll dieser Schutz auf den Ohren verbleiben. Während der medizinischen Nachsorge wird der Verband natürlich abgenommen um die Behandlung zu kontrollieren. Auch, wenn der Verband abgenommen wurde und die Fäden gezogen worden sind, sollte ein spezielles Stirnband für rund vier Wochen in der Nacht getragen werden, um die empfindlichen Ohren zu schützen.

Ohrenkorrektur: Mögliche Komplikationen

Natürlich sind Komplikationen nie völlig auszuschließen. Es ist aber so, dass nur mit wenigen Risiken zu rechnen ist, denn der Stand der Medizin ist so hoch bei den Ohrenkorrekturen, dass eine fachgerecht ausgeführte Operation nur selten zu Problemen führen wird.
Schmerzen können in den ersten Tagen nach der Operation durch den Verband entstehen, denn dieser drückt auf die empfindlichen Ohren. Doch diese Schmerzen verschwinden schnell wieder. Teilweise kann es zu Blutergüssen kommen. Entzündungen treten nur sehr selten auf. Sie werden mit Antibiotika behandelt und verschwinden rasch wieder.
Häufig sind die Ohren empfindlich gegenüber Berührungen. Dieser Zustand kann sich bis zu acht Wochen nach der Operation halten.
Der gesamte Heilungsprozess kann allerdings nicht so genau in Tagen oder Wochen angegeben werden, denn je nach Mensch verheilen solche Operationsstellen schneller oder langsamer. Wer aber unter medizinischer Beobachtung bleibt, kann davon ausgehen, dass auch bei der langsameren Heilung alles normal vonstatten geht.

Wer noch mehr über die Ohrenkorrektur wissen möchte, kann unter http://www.femmestyle.de/schoenheitschirurgie/ohrenkorrektur/index.html nachlesen.